Maja’s virtueller Bienenstock

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Ein Land voller ich

wenn ich das so sehe
es geht vor mir dahin
und ich geh dahinter
und was ich mache, zerbrechen

man setzt sich
und man lacht
und man gibt nicht acht
auf alle anderen, vergessen

die kriege waren umsonst
so viele tote
so viele vergessene
man baut die häuser zum leben, vergeben

man kann nur einmal atmen
und man lernt nichts draus
wir sehen alle sterben
in diesem unserem haus, erbärmlich

für die einen ist es leicht
das es so vergeht
so verbleibt und nichts zerreibt
ihr könnt nur warten bis es kommt, zerbombt

darf ich dich küssen?
ich würde es müssen
wenn wir uns kennen
doch das glück lässt uns immer nur rennen, wir trennen

in dir liegt so viel leben
in mir jetzt nur noch hass
so viel vergebens
darum lass, ich lass

da laufen sie uns über den weg
sie und ich
wir und ihr
alle zusammen sind nur hier, nirgendwo

ich glaub nicht dran
ich mach alles kaputt
alles für die zeit
alles jetzt, es heilt

drumherum reden wir
wir reden viel
viel zu viel wollen wir sagen
aber wir wagen, nichts

die Rüstung hält
sie hält was sie verspricht
die Brüstung bricht
und man stürzt, bodenlos

auszudrücken was man fühlt
jeder zeit zu viel der wille
man kann nicht und man kommt zu nichts
ich bin eben auch nur ich, in diesem land

(c) RB

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